Effizient, skalierbar, nachhaltig: MYCO revolutioniert die Herstellung von Myzel Verpackungen

Der Bedarf an funktionalen und nachhaltigen Alternativen zu Kunststoffverpackungen ist heute unumgänglich. Dieser Trend wird sowohl durch die Gesetzgebung, insbesondere durch die EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle, als auch durch die Ziele der sozialen Verantwortung der Unternehmen vorangetrieben. Verpackungen auf der Basis von Pilzmyzel sind eine Lösung, aber bisher haben Einschränkungen bei der Produktionseffizienz ihre Verbreitung verhindert.

Das Unternehmen MYCO hat ein Herstellungsverfahren perfektioniert, das diese Hindernisse überwindet. Dank seiner Innovationskraft ist dieses Unternehmen vom Konzept zur industriellen Produktion übergegangen.

Zusammensetzung und Prinzip des Verbundstoffs

Das Material basiert auf einem Verbundstoff, der aus zwei Hauptkomponenten besteht:

  • Myzel (Mycelium): Es wirkt wie ein natürliches, selbstwachsendes Bindemittel.
  • Organisches Substrat: Es besteht aus Abfallprodukten der Land- und Holzindustrie (z. B. Sägemehl, Hanfspäne), die Lignin und Zellulose enthalten und somit als Füllstoff und Nährstoffquelle für das Myzel dienen.

Während der Kultivierung wächst das Myzel durch das Substrat hindurch und bildet ein starkes und leichtes Fasernetz, das dem Material die notwendigen mechanischen Eigenschaften verleiht, einschließlich der Fähigkeit, Stöße zu absorbieren.

Wichtige Etappen und Innovationen im Produktionsprozess

Die Effizienz und Skalierbarkeit des MYCO-Verfahrens beruht auf der Optimierung von zwei Produktionsphasen.

Diese ermöglichen die hochvolumige Produktion von Myco-Material und die Abfüllung von Papierkapseln für das MYCO 4Pack-Verpackungssystem, das für sein funktionelles Design mit einem Red Dot Design Award ausgezeichnet wurde.

Vorbereitung und Sterilisation von Substraten

Ziel dieser Phase ist es, ein Umfeld für das Wachstum des Myzels zu schaffen. Die ursprüngliche Batch-Methode, bei der das Substrat mehrere Stunden lang gedämpft wurde, war zeit- und energieineffizient und schränkte die Fließfähigkeit und Gesamtkapazität des Produktionsprozesses stark ein.

Durch die Einführung der kontinuierlichen Sterilisationslinie konnte die Sterilisationszeit von Stunden auf Minuten reduziert werden.Dies führte zu einer Verringerung des Energieverbrauchs, einer Steigerung der Produktionskapazität und einem reibungslosen Materialfluss zur nächsten Produktionsstufe. Die Sterilisation erfolgt durch Hitze, so dass im Produktionsprozess keine schädlichen Chemikalien verwendet werden.

Beimpfung (Substratimpfung)

Die Dosierung des Myzels im Substrat ist wichtig, um ein gutes Wachstum zu gewährleisten. Bei der manuellen Impfung besteht ein hohes Risiko der Kontamination und der ungleichmäßigen Durchdringung.

Das Unternehmen MYCO hat eine automatisierte Myzel-Ikonulationstechnologie eingeführt, die eine präzise und gleichmäßige Dosierung direkt in das Substrat innerhalb der Produktionslinie ermöglicht. Dadurch wird das Risiko einer Verunreinigung verringert und die Gesamtreifezeit um bis zu 50 % verkürzt.

Das Formen des Produkts selbst ist bei konkurrierenden Technologien oft die längste Phase und kann Tage dauern. MYCO hat einen eigenen schnellen Formgebungsprozess entwickelt, der nur Sekunden benötigt. Dieser Prozess ermöglicht die Großserienfertigung des Myco-Materials sowie das Befüllen von Papierkapseln für das Verpackungssystem MYCO 4Pack, das für sein funktionales Design mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet wurde.

Umweltaspekte der Produktion

Der daraus resultierende Produktionsprozess ist so konzipiert, dass er die Umwelt so wenig wie möglich belastet.

  • Kohlenstoff-Fußabdruck: Der CO₂-Ausstoß im „Cradle-to-Gate“-Zyklus ist aufgrund der Fixierung von biogenem Kohlenstoff im Myco-Material sogar negativ und beträgt etwa -1,35 kg CO₂ pro 1 kg Material. Zum Vergleich: Bei der Herstellung von 1 kg Polystyrol werden etwa 3,68 kg CO₂ ausgestoßen.
  • Quelle der Rohmaterialien: Die Verwendung lokaler Abfallstoffe verringert die Abhängigkeit von Primärquellen.
  • Energieintensität: Das Wachstum des Myzels selbst findet bei Raumtemperatur statt, was den Energieverbrauch minimiert.
  • Ende der Lebensdauer: Das Material ist biologisch abbaubar und kompostierbar.

Kommerzielle Verfügbarkeit

Durch die Umstellung auf kontinuierliche und automatisierte Prozesse hat MYCO unter der Leitung von David Šohaj Minařík industrielle Effizienz erreicht und bietet eine kommerziell erfolgreiche und skalierbare Lösung für anspruchsvolle Anwendungen. Diese Position wird durch den erfolgreichen Eintritt in den deutschen Markt bestätigt, wo das Unternehmen bereits die ersten Aufträge abgeschlossen hat.